Trier . Trèves

Auch dieses Jahr möchten wir Sie einladen, in dieser Nacht den Dom einmal anders zu entdecken Wir wollen uns neu vom Wort der Schrift ermutigen lassen, Gott zu suchen. Er, der spricht - und alles wird ; und sich so selbst kund tut. Dieses Wort ist am Ende der Zeiten Fleisch geworden, ein Mensch. „Was wir gesehen…“ beginnt der Apostel Johannes seinen ersten Brief. Für die Zeugen der ersten Stunde war klar : in diesem Mensch, in Jesus von Nazareth, war das wirkmächtige Wort Gottes sichtbar, anfassbar. In ihm war auch sichtbar, wie wir leben sollen. So wollen wir in dieser Nacht das Wort der Schrift hören, seinem Klang in der Musik lauschen und Ihm im Sakrament begegnen.

Wir beginnen um
20:00 Uhr mit einer Meditation über die Schöpfung von Himmel und Erde nach dem ersten Kapitel der Genesis.

Dieses Thema wird um
20:45 Uhr vom Projektchor DomNacht und Band mit Paul Winters Earth Mass aufgegriffen, einer Messvertonung, die ihre musikalischen Themen aus dem Tierreich entnimmt. Bei uns kommt sie in einer besonderen Bearbeitung durch Manfred Faig zu Aufführung, indem die Tiermotive durch fünf Intermezzi, welche die fünf Kontinente repräsentieren, ergänzt werden.

Danach, gegen
22:00 Uhr, wollen wir in einer Prozession den „Weg der Gerechtigkeit“ begehen. Am Ende dieses Weges sind sie eingeladen, an einer Agapefeier mit bolivianischen Speisen teilzunehemen. Die Agapefeier, das Liebesmahl, zu dem sich die ersten Christen versammelten, lebt davon, dass jeder etwas mitbringt. Dies geht in unserem Rahmen natürlich nicht. Wir möchten sie bitten, bei diesem Mahl ihren Anteil in Form einer Spende für Projekte in Bolivien zu leisten.

Während der Prozession, aber auch schon vorher, besteht die Möglichkeit, das Diozösanmusseum zu besuchen, wo es neben einer Ausstellumg über bolivianische Kunst besondere Angebote zum Thema der Heilig Rock Tage gibt.

In der Mitte der Nacht versammeln wir uns zur Eucharistie. In den Lesungen wird uns Christus als der gute Hirt vor Augen geführt, der dem verlorenen Schaf nachgeht und es zurück in die Lebensgemeinschaft mit dem lebendigen Gott holt. In dieser heiligen Feier schließt sich der Kreis, der mit der Schöpfung begonnen hat. In dieser Feier sind wir in besonderem Maß verbunden mit unseren bolivianischen Schwestern und Brüdern, die sich in ihrer Kathedrale versammelt haben und ebenfalls die Eucharistie feiern.

Im Anschluß besteht die Möglichkeit, betend vor dem in der Eucharistie verborgen anwesenden Herrn zu verharren, und gemeinsam mt den versammelten Christen in Bolivien in den Anliegen der Partnerschaft zu beten.

Um 6:00 Uhr versammeln wir uns zum Auferstehungsgebet, der aufgehenden Sonne entgegen, die seit alters her Zeichen für den kommenden Christus ist. Anschließend sind alle zum Frühstück eingeladen.


DOMNACHT IM MUSEUM

Das Museum ist geöffnet von 20.00 bis 24.00 Uhr. Eintritt frei

Ausgehend vom Motto der Heilig-Rock-Tage „In Gerechtigkeit dein Angesicht suchen“ bietet das Museum zum Leitwort passende Meditationen und Vorträge an. Sie beschäftigen sich mit der Suche des Menschen nach „Gottes Angesicht“ und der Darstellbarkeit des Mensch gewordenen Gottes.

Zusätzlich werden auf drei im Museum verteilten Monitoren Bilder und Texte zum Thema „Gottes Angesicht“ und „Christusbild“ zum Betrachten und Lesen einladen.

Daneben besteht den ganzen Abend über Gelegenheit, sich die aktuelle Sonderausstellung „arte Bolivia – Kunst aus Bolivien“ mit Werken von acht zeitgenössischen bolivianischen Künstlern anzuschauen und an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen.

Um 22 Uhr wird die bolivianische Musikgruppe „Kantu“ im Museum ein keines Gastspiel geben.

Programm :

20.15 Uhr Das „kaiserliche“ Christusbild

mit Prof. Dr. Winfried Weber

21.15 Uhr Die Sehnsucht nach dem wahren Christus.
Überlegungen zum „nicht von Menschenhand geschaffenen Christusbild“

Bildmeditation mit Helmut Häring, Luxemburg

22.00 Uhr Bolivianische Musik mit der Gruppe „Kantu“
22.45 Uhr Arte Bolivia. Kunst aus Bolivien

Führung durch die Ausstellung mit Markus Groß-Morgen

23.30 Uhr Christusbilder in der Kunst des 20. Jahrhunderts mit Markus Groß-Morgen

Atempause in der Dom-Nacht

Der Trierer Dom ist ein ganz besonderer Kirchenraum : Seit 1700 Jahren und durch alle Epochen hindurch gestalteten ihn Christen in Architektur und Ausstattung als Abbild des Glaubens.

Wir laden Sie zu einer nächtlichen Entdeckungsreise durch Raum und Zeit ein, Werke und Symbole der „Schöpfung“ und „Gerechtigkeit“ im Dom zu entdecken, sie kurz zu betrachten und die dahinter liegende Botschaft kennen zu lernen.

Dazwischen improvisiert Alfred Müller-Kranich auf der Kleis-Orgel zu Werken von Bach und Mozart.

Treffpunkte : am Schriftenstand im rechten Seitenschiff des Doms

22.15 Uhr Das ist der Tag, den Gott gemacht

Diptyque - Toccata - Choral
Nun freue dich, du Christenheit – Orgelpunkttoccata

22.30 Uhr Westchor : Zeit verrinnt

Dorothe Gasber

Osterkerze und Osterkreuz : Neue Schöpfung

Sr. Ortrud Hoffmann

22.45 Uhr Sonate F-Dur zu : Lobe de Herren

Allegro – Andante – Allegro molto

23.00 Uhr Fresken von Ferdinand Gehr : Alpha und Omega

Dorothe Gasber

Kanzel : Werke der Barmherzigkeit

Sr. Theresia Waldorf

23.15 Uhr Sonate f-Moll zu : Freu dich, du Himmelskönigin
Allegro moderato – Andante – Allegro
23.30 Uhr Kanzel : Werke der Barmherzigkeit

Hans-Georg Reuter

Allerheiligenaltar

Sr. Theresia Waldorf

23.45 Uhr Partita zu : O Jesu, all mein Leben bist du

Choral – Bicinium – Trio – Kanon

Jeden Mittwoch um 12.30 Uhr und in der Zeit vom 7. Mai bis 29. Oktober zusätzlich jeden Freitag lädt Sie die DOMinformation ein zur „Atempause“, zu kurzen, kostenfreien Betrachtungen eines sakralen Gegenstands, eines Altars, Bilds oder einer Figur im Dom, die passend zum Kirchenjahr künstlerisch und meditativ erschlossen werden von Menschen, denen der Dom ganz besonders am Herzen liegt.